Was Du 2019 aus den Kapitalmärkten lernen konntest

Neben meiner Tätigkeit als unabhängiger Finanzberater habe ich mich der Vermittlung von Finanzwissen gewidmet. Im Bereich der finanziellen Bildung besteht in der deutschen Bevölkerung nachweislich ein erhebliches Wissensdefizit. Diesem Sachverhalt habe ich die Finanzküche gewidmet, die Monat für Monat mehrere tausend Besucher hat. Darüber hinaus findest du auch auf dieser Homepage einen Blog mit zahlreichen informativen Beiträgen. Wenn du auf der Suche nach einem jungen unabhängigen Honorarberater bist, bist du hier richtig.

Mit 2019 geht ein furioses Jahr für die Kapitalmärkte zu Ende. Was bedeutet das für 2020? Werden die Kurse weiter steigen? Oder solltest Du mit sinkenden Notierungen rechnen? Die Antwort findet sich tatsächlich im vergangenen Jahr und ist einfacher als gedacht …

Ein furioses Jahr geht zu Ende

2019 hat der >>Vanguard FTSE All-World UCITS ETF<< (ISIN: IE00B3RBWM25) eine Rendite von rund 29 Prozent verzeichnet. Das Produkt kauft breit gestreut Aktien von großen und mittelgroßen Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern.

Aktienanleger durften sich damit auf breiter Front über steigende Kurse freuen.

2019 begann mit großer Unsicherheit

Zum Jahresbeginn 2019 war diese positive Entwicklung alles andere als klar. Viele Marktteilnehmer haben das eher schlechte Börsenjahr 2018 als Anfang vom Ende interpretiert. Der >>iShares Core DAX UCITS ETF<< (ISIN: DE0005933931), welcher die Entwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands abbildet, verlor 2018 rund 19 Prozent. Der deutlich breiter aufgestellte und bereits angesprochene Vanguard FTSE All-World UCITS ETF verlor immerhin gut 5 Prozent.

Der Jahreswechsel 2018/2019 war damit von großer Unsicherheit geprägt. Produkte, die auf den nächsten Crash ausgerichtet sind, erlebten großen Zuspruch. Stellvertretend sei hier der Dirk Müller Premium Aktien-Fonds genannt, den ich bereits an anderer Stelle >>tiefergehend besprochen<< habe.

Wer dem Produkt, welches Herrn Müllers Namen trägt, das Vertrauen schenkte, realisierte 2019 eine leicht negative Rendite und das während die meisten anderen Aktienanleger zweistellige Renditen verbuchten.

Auch dieses Jahr gehen die Erwartungen auseinander. Marc Friedrich und Matthias Weik feiern gerade mit ihrem Buch „Der grösste Crash aller Zeiten“ einen Verkaufsschlager. Seit Jahren prophezeien die beiden den Systemcrash. Das >>passende Produkt<< dazu haben sie auch gleich an der Hand …

Selbstredend gibt es auch positive Stimmen. Aber wer hat recht?

Die Lehre der letzten Jahrzehnte

Wenn uns 2019 eines gelehrt hat, dann das die Märkte kein Gedächtnis haben. Ihnen ist es egal, ob sie letztes Jahr 20 Prozent plus oder minus gemacht haben. Die aktuellen Preise spiegeln die Vergangenheit und die Erwartungen in die Zukunft bereits wider. Werden die Erwartungen nach übertroffen steigen die Preise, werden sie enttäuscht, sinken die Notierungen.

Um zu wissen, ob unsere Erwartungen übertroffen werden, müssten wir in die Zukunft schauen können und das ist bekanntlich schwierig.

Market Timing funktioniert nicht. Das ist die Lehre der letzten Jahre und Jahrzehnte. Deshalb konzentrieren wir uns auch 2020 auf das, was wir kontrollieren können:

  • Breite Diversifikation
  • Geringe Kosten
  • Die Ausrichtung des Portfolios anhand des persönlichen Risikoempfindens
  • Die Auswahl der verschiedenen Anlageklassen

Resümee

Die Kernaufgabe ist es, eine Anlagestrategie zu entwickeln, die geeignet ist, Deine gesteckten Ziele zu erreichen und nicht zwischendurch abgebrochen werden muss. Das tägliche Geschrei der verschiedensten Marktteilnehmer kannst Du getrost ausblenden.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Unvorhergesehene Ausgaben: Wozu Dein Notgroschen wirklich da ist

Notgroschen: Für wen er wirklich da ist. Höhe und Anlage.

Der Notgroschen bildet die Basis deiner Finanzen. Wenn alles schief geht, ist er die Schutzmauer, die dir Ruhe gibt.

So trivial der Notgroschen auch ist, immer wieder kommen Fragen zu ihm auf. Welche Höhe soll er haben? Wofür ist er eigentlich da? Und wie lege ich ihn am besten an?

 

Wofür ist der Notgroschen da?

Der Notgroschen ist für unvorhergesehene Ausgaben reserviert. Unvorhergesehene Ausgaben sind, wie ihr Name schon sagt, unvorhersehbar. Der Notgroschen dient also nicht der simplen Begleichung von Autoreparaturen oder dem Austausch eines kaputten Kühlschranks. Das ein Auto ab und zu in die Werkstatt muss und nahezu jedes Elektrogerät irgendwann kaputt geht, ist naheliegend. Für derartige Ausgaben werden extra Rückstellungen gebildet.

Dein Notfallpuffer soll Dir in schwierigen Zeiten, mit denen Du vorher so nie gerechnet hättest, den Rücken freihalten.

Das Leben verläuft sprunghaft. In einem Moment läuft alles nach Plan. Du bist wunschlos glücklich. Im nächsten Moment zerplatzen Deine Vorstellungen wie eine Seifenblase.

Mir ist das gerade selbst passiert.

Nur ein paar Wochen nach unserem lange geplanten Umzug mussten wir aus diversen Gründen noch einmal umziehen. Außerplanmäßig mussten wir unter anderem eine komplett neue Küche kaufen. Vorhersehen konnte ich das beim besten Willen nicht …

Unser Notgroschen hat in diesem Moment sichergestellt, dass wir uns neben dem Stress des zweiten Umzugs nicht noch finanzielle Gedanken machen mussten.

 

Welche Höhe soll der Notgroschen haben?

Bei der Höhe des Notgroschen liest man oft von drei Nettogehältern oder drei Monatsausgaben. Von solchen pauschalen Empfehlungen halte ich wenig.

Ein Single ohne Kinder benötigt meistens eine kleinere Notfallreserve als eine Familie mit Kindern. Als Selbständiger mit Frau und Kind strebe ich zum Beispiel eine Barreserve an, die einmal unsere Jahresausgaben deckt. Wenn ich nur für mich allein die Verantwortung übernehmen müsste, würde ich einen deutlich geringeren Betrag ansetzen. Wobei ich die oben angesprochene pauschale Empfehlung von 3 Monatsausgaben als absolute Untergrenze sehe.

 

Wie lege ich meinen Notgroschen am besten an?

Wenn der Notgroschen großzügig bemessen wird, kann schnell eine fünfstellige Summe zusammenkommen. Oft wird mir dann die Frage gestellt: Wie lege ich das Geld am besten an?

Die Antwort ist simpel: So, dass Du jeden Tag darüber verfügen kannst und das Geld keinen Schwankungen unterworfen ist.

Lösungen sind das Giro- und Tagesgeldkonto. Wenn Du Dich alternativ für Bargeld entscheidest, solltest Du sicherstellten, dass das Geld keine Beine bekommt.

Es ist völlig in Ordnung, wenn der Notgroschen keinen Ertrag abwirft und der Inflation ausgesetzt ist. Im Gesamtvermögensmix kann er trotzdem ertragssteigernd berücksichtigt werden. Bedeutet, dass Du bei Deinen anderen Investitionen ein etwas höheres Risiko eingehen kannst, wenn Du weißt, dass Du im Ernstfall auf Deinen Notgroschen zurückgreifen kannst.

 

Resümee: Notgroschen – Ruhepol in stürmischen Gewässern

Der Notfallpuffer ist Deine Versicherung für schwierige Zeiten, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Du ihn großzügig auslegst, hast Du zumindest auf der finanziellen Ebene Ruhe, wenn es in allen anderen Bereichen einmal drunter und drüber geht.

Was die Verwahrung Deines Notfallpuffers angeht, bieten sich Girokonto, Tagesgeld und Bargeld an. Entscheidend ist, dass Du im Ernstfall jederzeit auf ihn zugreifen kannst.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

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Finanzberater finden: Der Sinn und Unsinn von Bewertungsportalen

Finanzberater finden. Sind Bewertungsportale die richtige Wahl?

Wenn Du nach Unterstützung bei Fragen zu Deinen Finanzen suchst, stellt sich zwangsläufig die Frage:

Wie finde ich den richtigen Finanzberater?

Um die Frage zu beantworten, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist, Dich auf einschlägigen Bewertungsportalen umzuschauen. Um den Sinn und Unsinn dieser Bewertungsportale dreht sich der heutige Beitrag.

 

 

Die finanzielle Verflechtung zwischen Bewertungsportal und Berater

In der Anfangszeit meiner Selbständigkeit habe ich mich intensiv damit beschäftigt, wie ich Mandanten gewinnen möchte. Eine Möglichkeit ist, den Weg über klassische Bewertungsportale einzuschlagen. Diese haben für Berater den Vorteil, dass es bereits einen Besucherstrom auf dem Portal gibt. Alles was der Berater machen muss, ist dafür zu sorgen, dass sein Profil prominent in Szene gesetzt wird. Um das zu erreichen, braucht er neben guten Bewertungen vor allem viele Bewertungen, wie wir gleich noch sehen werden.

Als Gegenleistung dafür, dass der Berater auf dem Bewertungsportal erscheint, zahlt er dem Portal in der Regel einen monatlichen Betrag X. An dieser Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz.

Das Bewertungsportal ist Anbieter, der Finanzberater Kunde und du als Suchender bist die „Ware“.

Für das Portal zählt, dass die zahlenden Finanzberater zufrieden sind und erst im zweiten Schritt geht es darum, dass du als Suchender den richtigen Ansprechpartner findest. Zufrieden sind die angebundenen Finanzberater, wenn Sie viele Anfragen bekommen. Viele Anfragen bekommen sie, wenn sie gute Bewertungen haben …

 

WhoFinance – Eines der führenden Portale im Finanzbereich

Eines der erfolgreichsten Bewertungsportale im Finanzbereich ist „WhoFinance“. Im Bereich Leipzig sind etwa 20 Berater mit Bewertungen vertreten. Der „schlechteste“ Berater hat eine Bewertung von durchschnittlich 4,17 Sternen von 5 möglichen. Und das ist bereits ein Ausreißer nach unten. Für die sehr guten Bewertungsschnitte gibt es vier Möglichkeiten:

1. Es sind nur herausragende Berater auf WhoFinance vertreten
2. Nur Kunden, bei denen die Zusammenarbeit gut verlaufen ist, werden zum bewerten animiert
3. Der Berater lässt sich von Freunden, Verwandten und Bekannten bewerten
4. Schlechte Bewertungen werden entfernt (schließlich ist der Berater zahlender Kunde)

Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte und ist eine Mischung aus allen vier Punkten.

Was mich gerade bei WhoFinance stört, ist die hohe Gewichtung der Bewertungsanzahl bei der Ermittlung der Rangfolge unter den Beratern. Beispielsweise erscheint ein Berater mit einer Bewertung von 4,49 Sternen und 69 Bewertungen vor meinem Kollegen Thomas Krosse mit 4,92 Sternen und 52 Bewertungen. Masse statt Klasse ist die Botschaft, die mir damit vermittelt wird …

 

Warum ich keine Bewertungsportale nutze

Der Hauptgrund, warum ich mich gegen die Zusammenarbeit mit einem klassischen Bewertungsportal entschieden habe, bleibt aber die finanzielle Verflechtung zwischen Berater und Portal. Ein neutrale Anlaufstelle für Suchende ist damit von vornherein ausgeschlossen.

Eine neutralere Option sind beispielsweise Google-Bewertungen. Hier fließt kein Geld zwischen den verschiedenen Parteien und es ist (wenn überhaupt) nur mit hohem Aufwand möglich, schlechte Bewertungen löschen zu lassen. Zusätzlich zu Google nutze ich auf meiner Website Testimonials von Mandanten und Kollegen mit Bild und Klarnamen. Wobei Testimonials für sich betrachtet, durchaus kritisch betrachtet werden dürfen, da ich selbstredend keine negativen Testimonials auf meine Website stellen würde.

 

Resümee: So findest Du den passenden Finanzberater

Was bleibt jetzt für Dich, wenn Du nach dem richtigen Ansprechpartner suchst? Aus meiner Sicht bleibt die Empfehlung ein wichtiges Auswahlkriterium. Dabei sollten Bewertungsportale allerdings niemals als alleiniges Entscheidungsmedium dienen, da Manipulationen bei Bewertungen Tür und Tor geöffnet sind. Bewertungen können aber als erstes Indiz für einen guten Berater dienen. Wobei Google-Bewertungen deutlich sinnvoller sind als klassische Bewertungsportale, da schlicht keine finanziellen Interessenkonflikte vorliegen.

Wenn Du Dir Bewertungen anschaust, solltest Du dabei nach „Merkwürdigkeiten“ Ausschau halten:

• Klingen die Bewertungen ähnlich?
• Sind die Bewertungen alle sehr knapp gehalten?
• Sind viele Bewertungen in einem kurzen Zeitraum erfolgt?

Derartige Punkte sprechen dafür, dass es sich bei den Bewertungen um „Fakes“ handelt.

Neben Online-Bewertungen schadet es nicht, wenn Du Dich in Deinem Umfeld umhörst. Haben Deine Freunde einen Berater mit dem sie zufrieden sind und warum? Von wem wird Deine Familie beraten …

Wenn Du sowohl offline als auch online suchst, kommst Du am Ende vielleicht auf zwei oder drei mögliche Ansprechpartner. Nach einem Erstgespräch mit den Beratern kannst Du dann in Ruhe entscheiden, wer am besten zu Dir passt.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

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Finanzberater Kosten: Die Mär der kostenlosen Finanzberatung

Wie Du mit Zinshopping Deine Lebenszeit verschwendest

Zinshopping lohnt sich nicht. Unsere Zeit ins in anderen Dingen besser aufgehoben.

Lockvogelangebote sind allgegenwärtig, auch in der Finanzbranche. Banken werben rund um die Uhr mit Zinsboni und Depotwechselprämien um neue Kunden. Dieser Beitrag ist ein Plädoyer dafür, dass Dir derartige Sirenengesänge egal und Deine Zeit heilig sein sollte.

 

Tausche Sonntagabend gegen 5 Cent

Als wir letztens meine Eltern besucht haben, eröffnete mir mein Vater, dass er noch einmal los müsse … tanken. Es war Sonntagabend und ich war irritiert, da ich mich auf das gemütliche Zusammensein gefreut hatte.

Auf die Frage, warum er gerade jetzt los müsse, antwortete er, dass seine App ihm eröffnet hat, dass eine Tankstelle in der Nähe den Dieselpreis um 5 Cent gesenkt hat. Nach einem kurzen Gespräch kamen wir allerdings zu dem Schluss, dass es die Ersparnis von 3 Euro nicht wert war, extra zur Tankstelle zu fahren.

Wenn es um Geld geht, machen wir komische Dinge. Der Eine fährt Sonntagabend wegen 3 Euro zur Tankstelle und der Andere wechselt alle paar Monate das Tagesgeldkonto, um 1 Prozent Zinsen zu erhaschen. Die meisten von uns werden solche Verhaltensweisen bei sich beobachten können. Dabei sollte uns unsere Lebenszeit mehr wert sein.

Ein paar Euro mehr oder weniger haben keinen Einfluss auf unser Lebensglück, ein gemütliches Zusammensein mit Freunden und Familie hingegen schon.

 

Ist Zinshopping sinnvoll?

Eine prominente Bank bietet derzeit Neukunden sagenhafte 1 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld garantiert für 4 Monate. Das Angebot ist gültig bis zu einer Anlagesumme von 50.000 Euro. Nach den 4 Monaten sinkt der Zins auf 0,01 Prozent.

In Zeiten, in denen der Zins quasi abgeschafft scheint, klingt 1 Prozent verlockend. Rechnest Du genauer nach, stellt sich Ernüchterung ein. Bei einer Anlage von 10.000 Euro entspricht das Neukundenangebot exakt 33,33 Euro. Im Zweifel werden auf diese Summe auch noch Steuern fällig.

Um an die 33,33 Euro zu kommen, investierst Du wertvolle Lebenszeit für Recherche, Kontoeröffnung und verkaufst der Bank Deiner Wahl Deine persönlichen Daten.

 

Die Wahl der Depotbank: Was wirklich zählt

Gerade wenn es um wichtige Geschäftsbeziehungen wie die Wahl des Brokers geht, sollten Lockangebote für Depoteröffnungen und Depotüberträge das allerletzte Auswahlkriterium sein. Viel wichtiger sind beispielsweise

• kompetente Ansprechpartner im Hintergrund,
• Transparenz,
• das Käufe und Verkäufe zuverlässig ausgeführt werden
• und generell ein faires Preis-/Leistungsverzeichnis

Für mich persönlich ist noch entscheidend, dass die Bank meiner Wahl generell ein nachhaltiges und professionelles Auftreten an den Tag legt. Wenn eine Bank systematisch Ihre Kunden schlecht berät oder in unzählige Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist, kommt eine Zusammenarbeit nicht in Frage.

Sind meine Anforderungen erfüllt, bin ich bereit für eine langfristige Geschäftsbeziehung und ignoriere die Lockangebote anderer Anbieter.

 

Resümee

Die aktuelle Nullzinsphase lässt die Neukundenangebote von Banken auf den ersten Blick attraktiv erscheinen. „1 Prozent ist immerhin besser als nichts.“

Auf den zweiten Blick sind die Angebote den Aufwand eines Kontenwechsels nicht wert, zumal diese in aller Regel zeitlich befristet sind und mit Einschränkungen einher gehen. Gerade bei sensiblen Entscheidungen wie der Wahl des Brokers sollten Neukundenboni in der Entscheidungskette ganz hinten im Glied stehen.

Unsere Zeit ist zu wertvoll für Zinshopping und besser investiert in:
• Zwischenmenschliche Beziehungen
• Gesundheit
• Unsere Arbeit
Dem Aufbau eines Investmentplans, den wir langfristig treu bleiben können

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Finanzentscheidungen: Mut zur Einfachheit in komplexen Systemen

Mit Volldampf durch Zeiten niedriger Zinsen: Wütendem Mann kommt Qualm aus den Ohren

Unsicherheit ist ein schlechter Begleiter

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich vor Finanzentscheidungen zu informieren.

• Was kann ich für meine Altersvorsorge machen?
• Auf was muss ich beim Immobilienkauf achten?
• Wie lege ich mein Geld am besten an?
• Welche Punkte sollte ich beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten?

Auf jede Frage bekommst du eine Antwort. Sei es im Internet, Fernsehen, Zeitungen oder von Experten. Dabei triffst du häufig auf ein Problem:

Überall wird eine andere Meinung vertreten, oder alternativ Sachverhalte immer weiter aufgedröselt, bis sie so komplex sind, dass einem schier der Kopf platzt. Das Ergebnis: Unsicherheit

Unsicherheit ist bei Finanzentscheidungen ein schlechter Begleiter. Unsicherheit führt dazu, dass Finanzentscheidungen hinterfragt und über den Haufen geworfen werden, sobald etwas nicht läuft wie erwartet. Auslöser können fallende Aktienkurse, Ärger mit dem Mieter oder eine Prämienerhöhung der Versicherung sein …

 

Hin und her macht Taschen lassen

Nichts ist schlimmer als das ständige Revidieren von Finanzentscheidungen. Denn das kostet dich jede Menge Geld. Zum einen weil du schlechte Renditen erreichst und zum anderen weil du für jeden Kauf und Verkauf eines Finanzprodukts Geld bezahlst.

Um das zu vermeiden, sollte vor jeder Finanzentscheidung also vor allem eins stehen: Sicherheit

Dafür braucht es zwei Dinge:

• Einen klaren Finanzplan
• Den Mut, komplexen Systemen mit Einfachheit zu begegnen

Der Finanzplan sorgt dafür, dass deine Finanzentscheidungen zu deinem Leben passen und das du dir über mögliche Konsequenzen (positive wie negative) bewusst wirst.

Einfachheit gibt dir schließlich die Sicherheit, dass du gute, solide Lösungen an der Hand hast, die funktionieren. So ist es zum Beispiel bei der Geldanlage weniger entscheidend, ob Aktien 20 Prozent oder 30 Prozent deines Gesamtvermögens ausmachen, als das du sie überhaupt in deiner Geldanlage berücksichtigst.

Es ist sogar gut möglich, dass eine simple Strategie, die jede Anlageklasse gleich gewichtet, besser abschneidet, als eine Anlagestrategie, die anhand wissenschaftlicher Erhebungen die Gewichtungen der verschiedenen Anlageklassen genau aufeinander abstimmt.

Der Grund dafür ist, dass sich diese wissenschaftlichen Erhebungen auf die vergangenen Entwicklungen der Finanzmärkte stützen. Und die Vergangenheit lässt leider keine sicheren Schlüsse für die Zukunft zu. Im besten Fall lassen sie Tendenzen erkennen. Salopp gesagt:

Der Zukunft ist die Vergangenheit ziemlich egal.

 

Was also tun bei komplexen Entscheidungen?

Stelle dir vor jeder Entscheidung die Frage:

Gibt es für mein komplexes Problem eine einfache Lösung?

Wenn die Antwort „Ja“ lautet, solltest du dazu tendieren, diese einfache Lösung einer komplexen vorzuziehen. Oder wie es bereits Albert Einstein auf den Punkt gebracht hat:

„Jeder Idiot kann Dinge größer, komplexer und gewaltiger machen. Es benötigt einen Hauch von Genie und jede Menge Mut, um in der entgegengesetzten Richtung bessere Erfolge erzielen zu können.“

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Finanzberater Kosten: Die Mär der kostenlosen Finanzberatung

Finanzberater Kosten: Es gibt nichts umsonst, auch keine Finanzberatung.

Bevor du dich für einen Finanzberater entscheidest, stellt sich die Frage nach den Kosten der Beratung. Schließlich macht die Inanspruchnahme einer Dienstleistung nur Sinn, wenn Preis und Leistung miteinander in Einklang stehen.

Bei der Recherche im Netz stolperst Du dabei immer wieder über die plakative Werbeaussage:

>>Unsere Beratung ist für Sie kostenlos!<<

Dieser Beitrag zeigt, dass das nur die halbe Wahrheit ist.

 

 

Was kostet ein Finanzberater?

Üblicherweise werden Finanzberater über Provisionen vergütet. Das bedeutet, dass ein Berater Geld verdient, wenn er seinen Kunden ein Produkt vermittelt.

Einfaches Beispiel:

Du gehst zu einem Finanzberater mit dem Wunsch nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Berater stellt Dir verschiedene Versicherungspolicen vor und empfiehlt Dir anschließend seinen Favoriten. Bis zu dieser Stelle hat der Berater keinen Cent verdient.

Wenn Du allerdings der Empfehlung folgst und das Produkt abschließt, bekommt der Berater eine Abschlussprovision vom Versicherer überwiesen. Die Höhe der Provision richtet sich dabei nach den Beiträgen, die Du über die gesamte Laufzeit für den Versicherungsschutz aufwenden musst. In der Regel gilt:

Je teurer die Versicherung, desto mehr Provision erhält der Finanzberater.

 

Provision: Die Beratung ist kostenlos

Die Werbeaussage Unsere Beratung ist für Sie kostenlos! stimmt also. Vergütet bekommt der Finanzberater in unserem Beispiel den Vermittlungsprozess und nicht den Beratungsprozess.

Die Grenze der Wahrheit wird jedoch übertreten, wenn im Nebensatz hinzugefügt wird, dass die Produkte – seien es Rentenversicherungen, Baufinanzierungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen – durch Provisionen für den Endkunden nicht teurer werden …

Diese Behauptung fußt auf der Argumentation, dass Provisionen ohnehin in den Produkten einkalkuliert sind, egal ob vorher eine Beratung in Anspruch genommen wurde oder nicht …

Das ist schlicht falsch.

 

Nettotarife: Deutlich günstiger als Provisionstarife

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Nettopolicen (auch bekannt als Honorartarife), die völlig ohne einkalkulierte Abschluss- und Bestandsprovisionen auskommen. Diese sind in der Regel deutlich günstiger als Provisionstarife, da in Honorartarifen kein Berater quersubventioniert werden muss.

Nettotarife werden meist von Honorarberatern empfohlen. Einen Honorarberater bezahlst du für seine Beratung und nicht für die Vermittlung eines Produktes. Der Vorteil:

Der Berater hat keinen Druck, Dir ein Produkt vermitteln zu müssen. Ergibt die Beratung, dass Du kein Produkt benötigst, kann er Dir das offen sagen, ohne dabei seine Vergütung aufs Spiel zu setzen.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass du in jedem Fall ein Honorar bezahlst, egal ob Du am Ende ein Produkt bekommst oder nicht.

 

Das kostet ein Finanzberater

Der übliche Stundensatz von Honorarberatern liegt um die 150 €/h, ähnlich wie bei einem Rechtsanwalt. Für eine umfassende Beratung fällt damit leicht ein vierstelliges Honorar an. Das klingt im ersten Moment viel, relativiert sich aber, wenn Du Dir bewusst machst, dass für den Abschluss von Lebens- und Rentenversicherungen schnell vierstellige Provisionen anfallen … für jeden einzelnen Produktabschluss.

Gut zu wissen:

Vergleichsportale erhalten ebenfalls Provisionen für die Produktvermittlung.

 

Fazit: Es gibt nichts umsonst

Mach Dir bewusst, dass es (fast) nichts umsonst gibt, auch nicht Finanzberatung. Letztlich ist das wenig verwunderlich. Ärgerlich ist nur, wenn etwas anderes in den Wald hinein gerufen wird … denn was aus dem Wald heraus schallt, ist eine Intransparenz, die Verbraucher und Berater schadet.

Das ist einer der Gründe, warum ich ausschließlich auf Honorarbasis arbeite. Es ermöglicht maximale Transparenz und schafft von Anfang an klare Verhältnisse.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Wie die Digitalisierung die Finanzberatung besser macht

Die Digitalisierung wird in der der Finanzberatung für effizientere Prozesse sorgen.

Seit Jahren ist die Digitalisierung eines der meistdiskutierten Themen der Wirtschaft. Mit Dorothee Bär gibt es in der neuen Regierung gar eine Staatsministerin für Digitales.

In der Finanzberatung wurde das Thema lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Die Margen waren (und teilweise sind sie es noch) derart hoch, dass der Druck gering war, effizientere Prozesse zu schaffen.

Langsam kommt allerdings Bewegung in die Branche. Was sowohl aus Mandantensicht als auch aus Beratersicht zu begrüßen ist. Denn idealerweise führen effizientere Prozesse zu einer qualitativ höherwertigen Beratung und zu schlankeren Kostenstrukturen. Im Folgenden skizziere ich die aktuellen Entwicklungen.

 

 

Finanzberatung: Der Status quo

Aktuell stellt sich die Situation eines Mandanten beispielsweise so dar:

  • Die Kundendaten (Alter, Anschrift usw.) liegen in einem Datenverwaltungsprogramm
  • Die Vermögensdaten (Aktien, Immobilien, Einnahmen-Ausgaben, usw.) werden händisch erfasst und in eine Finanzplanungssoftware übertragen
  • Der Kunde hat ein Depot bei der Bank X
  • Der Kunde hat ein Girokonto bei der Bank Y
  • Der Kunde hat ein Tagesgeldkonto bei der Bank Z
  • Hinzu kommen illiquide Assets wie Immobilien

Das Problem: Zwischen den einzelnen Punkten bestehen keinerlei Schnittstellen.

Es entsteht ein enormer Zeitaufwand für:

  • Datenerhebung –> alles geschieht händisch
  • Datenverarbeitung –> doppelter Aufwand, da die Daten jeweils in das Datenverwaltungsprogramm und die Planungssoftware übertragen werden müssen
  • Datenaktualisierung –> jedes Jahr müssen Vermögensentwicklungen beim Mandanten abgefragt werden, da kein Überblick über alle Konten besteht
  • Datenauswertung –> Auswertungen auf Gesamtvermögensebene sind kaum möglich, da kein laufender Überblick über alle Vermögenswerte besteht

Wer seine Arbeit als Berater gut machen möchte, muss einen hohen Aufwand betreiben, um sich einen Überblick über die finanzielle Situation seiner Mandanten zu verschaffen. Vor und im Jahresgespräch müssen Vermögensentwicklungen abgefragt werden. Da dabei Zuarbeit durch die Mandanten notwendig ist, entsteht auch für diese ein erheblicher Zeiteinsatz.

 

Digitalisierung schafft Zeit für das Wesentliche

In Zukunft wird sich dieser Aufwand erheblich verringern.

Banken müssen seit kurzem Schnittstellen für Drittanbieter bereithalten. Der Kunde kann verlangen, dass seine Bankdaten über diese Schnittstellen Drittanbietern zur Verfügung gestellt werden. Was erklärt, warum einige Banken mittlerweile anbieten, auch Konten von Drittbanken in ihrer Kontenübersicht zu führen.

Der Vorteil für Dich: Du hast auf einen Klick einen Überblick über all Deine Konten.

Auf die Schnittstellen der Banken werden in Zukunft auch Finanzberater zurückgreifen. Sie können ihren Mandanten eine Software zur Verfügung stellen, wo alle gewünschten Konten und Vermögenswerte hinzugefügt werden können. So bekommen Mandant und Berater zum ersten Mal eine immer tagaktuelle Vermögensübersicht, mit der beide arbeiten können. Die Aktualität ist über die direkte Schnittstelle gewährleistet, die die verwendete Software zu den Banken des Mandanten herstellt.

So können Finanzentscheidungen in der Zukunft – ohne größeren Aufwand – immer unter Berücksichtigung des Gesamtvermögens getroffen werden.

Hier wird die Vernetzung aber noch nicht aufhören. Quasi alle Anwendungen des Finanzberaters werden zukünftig miteinander vernetzt sein. Im Ergebnis können beispielsweise Vermögensübersicht und persönliche Daten (Geburtsdatum usw.) mit einem Klick in die Finanzplanungssoftware übertragen werden. Innerhalb von Minuten bekommt der Berater einen vollständigen Überblick über die finanzielle Situation seiner Mandanten. Aktuell sind dafür mehrere Stunden nötig.

Die freiwerdende Zeit kann dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlichen Mehrwert stiftet:

Für die direkten Mandantengespräche.

Die zwischenmenschliche Ebene ist dann auch das, was auf absehbare Zeit nicht digitalisiert werden kann.

 

Ortsunabhängig beraten? Heute schon kein Problem

Bereits seit 2 Jahren beraten wir unsere Mandanten auch online. Die Technik ist nahezu ausgereift. Einziges Manko bisher:

Unsere Mandanten mussten vor dem ersten Gespräch ein kleines Programm installieren. Von Zeit zu Zeit hat das zu Problemen geführt, wenn sich beispielsweise Firewalls quer gestellt haben. In naher Zukunft wird sich das ändern.

Wir testen gerade einen Anbieter, der rein browserbasiert arbeitet. Bis auf:

  • Internetanschluss
  • Browser
  • Telefon oder Mikrofon
  • Und idealerweise eine Webcam

wird nichts mehr notwendig sein. Ein Klick und es kann losgehen – ganz egal, wo du dich befindest.

 

Resümee: Die Digitalisierung schafft Effizienz

Die Digitalisierung bietet Finanzberatern die Chance, ihre Prozesse deutlich zu verschlanken. Zudem können sie Mandanten neue Leistungen anbieten. In der Folge bleibt mehr Zeit für persönliche Gespräche mit dem Mandanten, was letztlich zu einer besseren Beratungsqualität führt.

Für uns steht kurzfristig die Einführung einer rein browserbasierten Online-Beratungssoftware an. Mittelfristig (3-12 Monate) werden wir unseren ersten Mandanten eine Lösung für einen tagesaktuellen Gesamtvermögensüberblick vorstellen.

Bis alle unsere Prozesse untereinander vernetzt sind, werden aber noch gut 1 bis 2 Jahre verstreichen.

Als entscheidend für den Erfolg der neuen digitalen Lösungen sehen wir einen vertrauensvollen Umgang mit den Mandantendaten an.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Verbund Deutscher Honorarberater – Was ist das?

Der Verbund Deutscher Honorarberater ist der größte Dienstleister für Honorarberater.

Vor einiger Zeit haben mich Mandanten gefragt, was der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) eigentlich ist. Diese Frage beantworte ich im folgenden Artikel.

 

Der Verbund Deutscher Honorarberater

Der Verbund Deutscher Honorarberater unterstützt Honorarberater bei der Abwicklung ihres Tagesgeschäfts. Das umfasst zum Beispiel:

  • Bereitstellung von Honorartarifen (provisionsfrei)
  • Abwicklung des Investmentgeschäfts
  • Bereitstellung von IT (z.B. Kundenverwaltungsprogramm / Honorarabrechnung)

Wer Mitglied im Verbund Deutscher Honorarberater ist, kauft sich ein komplettes Backoffice ein. Als Finanzberater kann man sich so die Schaffung von eigenen Strukturen teilweise sparen und sich voll auf die Beratung seiner Mandanten konzentrieren.

Für seine Dienstleistung stellt der VDH dem Finanzberater monatlich eine Rechnung aus. Je nach gewähltem Paket variiert der Preis von 98 Euro monatlich bis 349 Euro (zzgl. MwSt.).

Zum erweiterten Produktspektrum des Verbund Deutscher Honorarberater gehören Weiterbildungen und die Unterstützung beim Marketing.

 

Was es bedeutet, wenn dein Finanzberater Mitglied beim VDH ist

Ist dein Finanzberater Mitglied im Verbund Deutscher Honorarberater, heißt das zunächst, dass er auf die Infrastruktur des VDH zurückgreift. Darüber hinaus ist die Grundvoraussetzung für eine Mitgliedschaft, dass den Leitlinien (Kodex) des VDHs zugestimmt wird. Die Leitlinien zielen vor allem auf:

  • Transparenz
  • Ablehnung von Zuwendungen von Dritten

Beide Punkte sollten sich von selbst verstehen und sind ohnehin für Versicherungsberater und Honorar-Finanzanlagenberater gesetzlich verankert.

Letztlich ist die Mitgliedschaft beim VDH damit kein Gütesiegel, sondern zeigt, dass der angeschlossene Honorarberater auf funktionierende Prozesse im Hintergrund zurückreifen kann. Mit rund 1.600 angeschlossenen Beratern ist der VDH der größte Pool-Dienstleister im Bereich Honorarberatung und kann auf eine Historie von 18 Jahren zurückschauen (Gründung im Jahr 2000).

 

Was die Mitgliedschaft im VDH nicht heißt

Die Mitgliedschaft im VDH bedeutet nicht automatisch, dass der angeschlossene Finanzberater Versicherungsberater oder Honorar-Finanzanlagenberater ist. Viele der angeschlossenen Berater sind Versicherungsmakler und Finanzanlagenvermittler. Damit handelt es sich genau genommen bei der angebotenen Dienstleistung nicht um Honorarberatung, sondern um Honorarvermittlung. Welche Auswirkungen das für Dich als Verbraucher hat, habe ich in folgendem Artikel bereits näher dargestellt:

Versicherungsberater vs. Versicherungsmakler: Wer ist der richtige Ansprechpartner?

 

Warum ich kein Mitglied im Verbund Deutscher Honorarberater bin

Ich bin kein Mitglied beim VDH. Bisher hat sich der Bedarf schlicht nicht ergeben. Sowohl für:

  • Investmentgeschäft
  • Versicherungsgeschäft
  • Baufinanzierungen
  • Finanzplanung

haben wir eigene Lösungen geschaffen oder greifen auf andere Dienstleister zurück. Sollte sich darüber hinaus ein Bedarf ergeben, ist es aber durchaus denkbar, dass wir über eine Mitgliedschaft im VDH nachdenken.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Wie ich als Finanzberater in der Kundenkommunikation umdenken musste

Als unabhängiger Finanzberater auf Honorarbasis musst Du in der Kundenkommunikation völlig umdenken.

Als ich vor rund 5 Jahren mit der Arbeit als Finanzberater begonnen habe, erzielte ich meine Einnahmen ganz klassisch über Provisionen. Meine Dienstleistung an den Mann (oder die Frau) zu bringen, war vergleichsweise simpel. Der Clou:

Meine Beratungsleistung kostete auf den ersten Blick nichts.

Erst bei einem Produktabschluss erhielt ich eine Provision vom Produktgeber. Die Kunden haben davon wenig bis gar nichts mitbekommen. Und so war die Einstiegshürde für potentielle Mandanten vergleichsweise gering. Mit meinem Umstieg auf eine honorarbasierte Beratung hat sich das fundamental geändert.

Wie ich als Finanzberater in der Kundenkommunikation umdenken musste

 

Honorarberater müssen in der Kundenkommunikation umdenken

Heute steht und fällt mein Geschäftserfolg damit, dass Mandanten meine Dienstleistung aktiv nachfragen. Wenn Du es als Honorarberater verpasst, diese Nachfrage zu wecken, stehst du auf verlorenem Posten.

Es spielt zunächst keine Rolle, wie gut Deine Arbeit ist. Kein Mensch bezahlt ein kostendeckendes Honorar für eine Dienstleistung, die er nicht von sich aus möchte. Da hatte ich es als vermeintlich kostenloser Provisionsberater deutlich leichter …

Wenn Du als Honorarberater erfolgreich arbeiten möchtest, musst Du Deine Kundenkommunikation anpassen. Honorarberatung ist immer noch eine Nische. Gerade bei uns im Osten ist die Nachfrage vergleichsweise gering. Damit stellen sich zwei Aufgaben:

  • Die bestehende Nachfrage nutzen und Suchenden eine kompetente Anlaufstelle bieten. Es gilt die Frage zu beantworten: Warum sollte jemand Deine Finanzberatung in Anspruch nehmen?
  • Die zweite Aufgabe ist noch größer: Nicht vorhandene Nachfrage wecken.

Die voranschreitende Digitalisierung ist für die Beantwortung beider Fragen ein Segen. Das Internet bietet die Möglichkeit, Mandanten auf Dich aufmerksam zu machen und was noch viel wichtiger ist:

Die Fragen von Suchenden zu beantworten.

Wenn Du jemanden mit einem hervorragenden Blogartikel bei der Lösung eines Problems geholfen hast, wird er sich vielleicht bei der nächsten Frage direkt an Dich wenden oder Dich weiterempfehlen.

 

Der Schlüssel zum Erfolg: Content-Marketing

Das Zauberwort lautet Content-Marketing. Vereinfacht gesagt, geht es dabei darum, anderen Menschen hochwertige Inhalte zur Verfügung zu stellen. Die Inhalte sollten entweder:

  • Einen Nutzen stiften
  • Oder unterhalten

Idealerweise machen sie beides.

Entscheidend ist, dass Du Dich nicht verstellst. Offene, ehrliche und authentische Inhalte sorgen dafür, dass genau die Mandanten zu Dir finden, die zu Dir passen. Wer Deinen Internetauftritt unsympathisch findet, wird Dich nicht für eine Beratung anfragen. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Du fast ausschließlich Anfragen von Menschen bekommst, die Dich (zumindest ein bisschen) sympathisch finden und genau Deine Dienstleistung wollen. Für mich der größte Gewinn:

Wenn es auf der menschlichen Ebene passt, macht die Arbeit doppelt Spaß.

 

Welche Kommunikationswege ich nutze

Derzeit erreiche ich Menschen über 3 (bald 4) verschiedene Wege:

Klar ist: Das bedeutet eine Menge Arbeit und braucht Zeit.

Ich habe quasi zwei Unternehmen. Ein Medienunternehmen und ein Beratungsunternehmen. Bevor ich die ersten Erfolge durch Content Marketing hatte, ist ein Jahr ins Land gegangen. Ein langer Atem gepaart mit einer positiven Lernkurve ist entscheidend.

Die große Stärke dieser Form der Kundenkommunikation ist ihre Nachhaltigkeit. Sie beruht darauf, Menschen einen Nutzen zu stiften. Sind die Erfolge anfangs eher mäßig, wachsen sie im Zeitverlauf immer weiter an. Machst Du Deine Sache gut, wirst Du von Suchmaschinen berücksichtigt und von Menschen weiterempfohlen, die Du noch nie persönlich getroffen hast.

 

Resümee

Die initiale Herausforderung als Honorarberater ist es, Menschen für die eigene Dienstleistung zu begeistern. Dafür ist das Internet – zumindest für mich – das ideale Medium. Es bietet mir die Möglichkeit, unzähligen Menschen einen Nutzen zu stiften und sie gleichzeitig auf mich aufmerksam zu machen.

Neben den positiven Seiten des Content-Marketings musst Du Dir aber bewusst machen, dass damit unzählige Stunden und Tage an Arbeit einhergehen. Die Ungewissheit, ob sich der Aufwand jemals lohnt, ist gerade am Anfang Dein täglicher Begleiter. Wenn Geld meine Hauptmotivation wäre, hätte ich auf halben Wege aufgegeben. Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist, dass Du anderen Menschen tatsächlich helfen möchtest.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

 

Entwaffnende Herzlichkeit: Das Geschäftsjahr 2017 und die Ziele für 2018

Das Team der Eisenbahnstraße 09: Markus, Gabriela, Thomas und Christoph

Entwaffnende Herzlichkeit

Das Jahr 2017 war besonders. Anfangs waren wir noch zu zweit im Büro. Im Laufe des Jahres gesellten sich unsere Sekretärin Gabriela Croitoru und Versicherungsmakler Markus Haybach zu uns. Neben geballter Kompetenz im Bereich Digitalisierung hat so vor allem eine entwaffnende Herzlichkeit in unserer Bürogemeinschaft Einzug gehalten.

Es war und ist eine große Freude, unsere verschiedenen Charaktere unter einen Hut zu bringen und die Potentiale des jeweils anderen zu heben und zu entfalten. Das Ergebnis sind noch zufriedenere Mandanten und steigende Umsatzzahlen. Wobei das eine untrennbar mit dem anderen verbunden ist. Denn das ist klar:

Langfristiger Erfolg ist nur möglich, wenn wir die Erwartungen unserer Mandanten immer wieder aufs neue erfüllen und übertreffen.

Aus unserer Erfahrung heraus kann ein Honorarberater, der eine mittelmäßige Arbeit abliefert, sein Gewerbe direkt abmelden. Denn wer seine Kosten offen kommuniziert, muss zwangsläufig beweisen, dass er sein Geld wert ist.

 

Online-Marketing

Besonders hat es mich gefreut, dass die Zahl der Beratungsanfragen stetig zunimmt. Das ist ein tolles Feedback auf die unzähligen Stunden, die ich investiert habe, um Texte zu verfassen, Podcast-Episoden einzusprechen und Videos aufzunehmen.

Mittlerweile erreiche ich über alle Medien hinweg über 10.000 Menschen im Monat. Das macht mir Hoffnung, dass wir tatsächlich dazu beitragen können, die Finanzbranche etwas transparenter und kundenfreundlicher zu gestalten.

 

Schwierige Zeit

Neben allem Positivem gab es 2017 auch schwierige Zeiten. Im Sommer gab es eine ordentliche Auftragsdelle, die zu deutlichen Umsatzeinbußen führte. Es war frustrierend. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob sich der ganze Aufwand lohnt und ob ich auf dem richtigen Weg bin. Hier hat sich gezeigt, wie wertvoll es ist, mit wunderbaren Menschen zusammenarbeiten. Sie haben mir geholfen, weiter auf Kurs zu bleiben. Und tatsächlich waren die letzten Monate des Jahres – wenn man den Umsatz betrachtet – die mit Abstand besten.

 

Die Ziele für 2018

Im neuen Jahr geht es darum, die geschaffenen Strukturen zu festigen, zu nutzen und auszubauen. In konkreten Zielen bedeutet das:

  • Die Weiterbildung zum Fachwirt für Finanzberatung abschließen
  • 36 Neukunden
  • Umsatzziel: 50.000 Euro im Jahr
  • 30.000 Menschen pro Monat erreichen (Finanzküche – Blog, Podcast, YouTube)
  • Webinare anbieten
  • Veröffentlichung eines Buches
  • Betreutes Anlagevermögen auf 2.500.000 Euro erhöhen

Die große Herausforderung ist, dass die Zeit mit meinem Sohn nicht zu kurz kommen darf. Denn das ist es, was ich aus den Gesprächen mit meinen Mandanten immer wieder mitnehme:

Wichtiger als alles Geld der Welt ist ein intaktes soziales Umfeld.

Für mich ist es pures Glück, meinem Sohn dabei zuschauen zu dürfen, wie er wächst und gedeiht. Er wird bald alleine laufen können und „Mama“ und „Papa“ zu sagen, gelingt ihm bereits spielerisch.

Um nichts in der Welt will ich seine ersten Schritte verpassen und so ist meine größte Aufgabe dieses Jahr:

Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler