Was Du 2019 aus den Kapitalmärkten lernen konntest

Neben meiner Tätigkeit als unabhängiger Finanzberater habe ich mich der Vermittlung von Finanzwissen gewidmet. Im Bereich der finanziellen Bildung besteht in der deutschen Bevölkerung nachweislich ein erhebliches Wissensdefizit. Diesem Sachverhalt habe ich die Finanzküche gewidmet, die Monat für Monat mehrere tausend Besucher hat. Darüber hinaus findest du auch auf dieser Homepage einen Blog mit zahlreichen informativen Beiträgen. Wenn du auf der Suche nach einem jungen unabhängigen Honorarberater bist, bist du hier richtig.

Mit 2019 geht ein furioses Jahr für die Kapitalmärkte zu Ende. Was bedeutet das für 2020? Werden die Kurse weiter steigen? Oder solltest Du mit sinkenden Notierungen rechnen? Die Antwort findet sich tatsächlich im vergangenen Jahr und ist einfacher als gedacht …

Ein furioses Jahr geht zu Ende

2019 hat der >>Vanguard FTSE All-World UCITS ETF<< (ISIN: IE00B3RBWM25) eine Rendite von rund 29 Prozent verzeichnet. Das Produkt kauft breit gestreut Aktien von großen und mittelgroßen Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern.

Aktienanleger durften sich damit auf breiter Front über steigende Kurse freuen.

2019 begann mit großer Unsicherheit

Zum Jahresbeginn 2019 war diese positive Entwicklung alles andere als klar. Viele Marktteilnehmer haben das eher schlechte Börsenjahr 2018 als Anfang vom Ende interpretiert. Der >>iShares Core DAX UCITS ETF<< (ISIN: DE0005933931), welcher die Entwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands abbildet, verlor 2018 rund 19 Prozent. Der deutlich breiter aufgestellte und bereits angesprochene Vanguard FTSE All-World UCITS ETF verlor immerhin gut 5 Prozent.

Der Jahreswechsel 2018/2019 war damit von großer Unsicherheit geprägt. Produkte, die auf den nächsten Crash ausgerichtet sind, erlebten großen Zuspruch. Stellvertretend sei hier der Dirk Müller Premium Aktien-Fonds genannt, den ich bereits an anderer Stelle >>tiefergehend besprochen<< habe.

Wer dem Produkt, welches Herrn Müllers Namen trägt, das Vertrauen schenkte, realisierte 2019 eine leicht negative Rendite und das während die meisten anderen Aktienanleger zweistellige Renditen verbuchten.

Auch dieses Jahr gehen die Erwartungen auseinander. Marc Friedrich und Matthias Weik feiern gerade mit ihrem Buch „Der grösste Crash aller Zeiten“ einen Verkaufsschlager. Seit Jahren prophezeien die beiden den Systemcrash. Das >>passende Produkt<< dazu haben sie auch gleich an der Hand …

Selbstredend gibt es auch positive Stimmen. Aber wer hat recht?

Die Lehre der letzten Jahrzehnte

Wenn uns 2019 eines gelehrt hat, dann das die Märkte kein Gedächtnis haben. Ihnen ist es egal, ob sie letztes Jahr 20 Prozent plus oder minus gemacht haben. Die aktuellen Preise spiegeln die Vergangenheit und die Erwartungen in die Zukunft bereits wider. Werden die Erwartungen nach übertroffen steigen die Preise, werden sie enttäuscht, sinken die Notierungen.

Um zu wissen, ob unsere Erwartungen übertroffen werden, müssten wir in die Zukunft schauen können und das ist bekanntlich schwierig.

Market Timing funktioniert nicht. Das ist die Lehre der letzten Jahre und Jahrzehnte. Deshalb konzentrieren wir uns auch 2020 auf das, was wir kontrollieren können:

  • Breite Diversifikation
  • Geringe Kosten
  • Die Ausrichtung des Portfolios anhand des persönlichen Risikoempfindens
  • Die Auswahl der verschiedenen Anlageklassen

Resümee

Die Kernaufgabe ist es, eine Anlagestrategie zu entwickeln, die geeignet ist, Deine gesteckten Ziele zu erreichen und nicht zwischendurch abgebrochen werden muss. Das tägliche Geschrei der verschiedensten Marktteilnehmer kannst Du getrost ausblenden.

Dein Finanzberater
Christoph Geiler

Kommentare

  1. Rina

    Bei diesen turbulenten Märkten bin ich ebenfalls der Meinung, dass man sein Portfolio gut diversifiziert halten sollte und das Risiko im Auge behalten sollte. Mehr Aktivität muss man momentan gar nicht zeigen, finde ich. Man weiß nie wann der nächste Tweet von Trump die Märkte wieder bewegt oder ein Anschlag auf den nahen Osten verübt wird.

    Deswegen bin ich mit der Anlagestrategie bei der momentanen Lage absolut bei dir lieber Christoph!

    10. Januar 2020 - 13:23

  2. Christoph Geiler

    Hallo Rina,
    bisher hat Donald Trump der Börsenentwicklung zumindest nicht geschadet. Ohnehin gibt es Untersuchungen die zeigen, dass US-Präsidenten überraschend wenig Einfluss auf die Entwicklung an den Kapitalmärkten haben (zumindest langfristig).
    Liebe Grüße
    Christoph

    10. Januar 2020 - 20:26

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